AK
warnt: Kostenfalle Handytelefonate im Urlaub
Geld sparen ist drinnen
Handytelefonate können im Urlaub zur Kostenfalle
werden, warnt AK Konsumentenschützerin Daniela
Zimmer.
Passivgebühren, Roaming-Aufschläge und
Gastroamingpreise können die
Telefonrechnung in die Höhe treiben. Die AK hat
Spartipps und die
günstigsten Handy-Tarife von A1-Mobilkom, T-Mobile,
One, Tele.Ring
für Italien, Türkei, Griechenland, Spanien und
Kroatien
zusammengestellt.
Handynutzer sollten sich rechtzeitig über die
Netzbetreiber vor
Ort, die anfallenden Gesprächskosten und die
Roamingaufschläge des
eigenen Anbieters informieren. Wer den Funkkontakt
nach Hause sucht,
sollte bereits zu Hause das günstigste Netz des
Urlaubslandes manuell
einprogrammieren. In der Bedienungsanleitung steht,
wie es geht.
Gewöhnlich bucht sich nämlich das stärkste Netz am
Standort ein, das
nicht immer das billigste sein muss.
Bei einem Handyruf vom Ausland nach Hause wird der
Tarif des
ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag
berechnet.
Achtung: Im Ausland gelten teilweise völlig andere
Haupt- und
Nebenzeiten. Aber auch Handynutzer zahlen, wenn sie
aus Österreich im
Urlaubsort angerufen werden. Verrechnet werden Gebühren
für die
Weiterleitung des Gespräches von Österreich in den
Urlaubsort
(Passivgebühr). Der Anrufer aus Österreich zahlt
immer nur den
österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz.
Der Anrufer muss
ja nicht wissen, dass das Handy gerade im Ausland ist.
A1-Mobilkom,
T-Mobile, One und Tele.Ring verrechnen im
Privatkundentarif in den
untersuchten Urlaubsländern Passivgebühren von
0,3634 bis 1,25 Euro.
Am teuersten sind diese Gebühren meist bei
Wertkartenhandys.
Wer im Ausland mit seinem Handy eine Festnetznummer im
selben Land
anruft, zahlt den Gastroamingpreis des ausländischen
Netzbetreibers
für Inlandsgespräche. Dieser Preis kann sich
erheblich unterscheiden
von den Inlandstarifen de Gastnetzbetreibers für
eigene Kunden. Bei
Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten
Handys im Ausland
zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen
Netzbetreibers.
Der Angerufene zahlt die Passivgebühren seines
Betreibers für
ankommende Gespräche.
Wer am Strand seine Mobilboxnachrichten abhören will,
zahlt meist
genau so viel wie bei einer Gesprächsverbindung nach
Österreich. Ist
das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die
Mobilbox geht, wenn
zB nicht abgehoben wird oder ein zweiter Anruf
hereinkommt, fallen
gleich doppelte Kosten an (fallweise Rufumleitung):
Anrufe müssen
erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen,
ob der Anruf
angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox
umgeleitet, so fällt
beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der
Gastroamingtarif
für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur
Mobilbox in
Österreich an. AK-Tipp: Die Mobilbox ganz abschalten.
Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber über
die
Tarife im Ausland und die zusätzlichen Gebühren.
Spartipps der AK-Konsumentenschützer:
Billiger als telefonieren kommen SMS.
Konsumenten können sich auch
die teilweise eingehobenen Gesprächsaufbaugebühren -
wie in Italien
oder Spanien - ersparen.
Telefonieren Sie am Abend, Sie sparen Geld, da die
Tarife billiger
sind.
Achten Sie auf die Gesprächsaufbaugebühren, die pro
Anruf berechnet
werden. In Italien - außer beim Netzanbieter Wind -
und in Spanien
werden diese Gebühren für jeden Anruf berechnet.
Für A1-Kunden und T-Mobile-Kunden gibt es noch die Möglichkeit
um
eine erhöhte Grundgebühr (3 Euro pro Monat)
spezielle Auslandstarife
in bestimmten Partnernetzen zu erhalten. Diese sind in
der Regel bei
aktiven Anrufen vom Ausland nach Österreich günstiger,
können aber
beim Versand von SMS (T-Mobile) oder bei den passiven
Gesprächsgebühren (A1) auch teurer als die normalen
Roamingtarife
sein.
Mobilbox abschalten spart Geld.
Sommer
2003
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