>Taktung
IMPULS
Die Art und Weise, wie die geführten Telefonate abgerechnet werden,
wird als Taktung bezeichnet.
Das beim Tarifvergleich verwendete Beurteilungskriterium wird X/Y-Takt
bezeichnet. Das X bezeichnet in diesem Fall die Anzahl der
Gesprächssekunden, die in jedem Fall verrechnet werden. Das Y steht für
die Dauer der nachfolgenden Takte. Der 1/1-Takt wird bei dieser Art der
Beurteilung als der fairste erachtet. Er zeigt an, daß in diesem Fall
ab der ersten Gesprächssekunde im Sekundentakt abgerechnet wird.
Häufig (etwa bei der PTA) werden Gespräche allerdings mit variablen
Takten abgerechnet. Ein Impuls wird hierbei mit einem fixen Wert belegt
(etwa 1,056 ATS beim TA-Standard-Tarif), die Dauer eines
Gesprächsimpulses variiert allerdings in Abhängigkeit zur Tageszeit. Um
Vergleiche zwischen verschiedenen Telefon-Anbietern zu ermöglichen, hat
es sich international eingebürgert, die Verrechnung nach Takten bzw.
Impulsen in Minutenpreise umzurechnen.
Wirklich zielführend ist allerdings nur eine Telefonkosten-Analyse, bei
der die verschiedenen Abrechnungsarten anhand komplexer Rechengänge
berücksichtigt werden und so zu einem mathematisch exakten Ergebnis
führen.
Taktverrechnung und Impulsverrechnung (TKC)
Bei der Taktverrechnung wird für jedes Telefonat die Verbindungsdauer
gemessen. Bei Betreibern, die im Sekundentakt verrechnen, zahlen Sie
genau die Anzahl an Sekunden, die sie telefoniert haben.
Andere Betreiber runden auf Taktzyklen auf. Sie zahlen z. B. bei einem
30-Sekunden-Takt jeweils für angefangene 30 Sekunden den Preis einer
halben Minute.
Manche Betreiber sehen zunächst einen längeren Taktzyklus und
dann kürzere Taktzyklen vor.
Betreiber, die eine Taktverrechnung anwenden, sehen meist für alle
wichtigen Entfernungszonen den selben Takt, aber unterschiedliche
Minutenpreise vor.
Bei der Impulsverrechnung kostet ein Tarifimpuls einen fixen Betrag.
Alle Tarifimpulse kosten also gleich viel, die Dauer der Tarifimpulse
ändert sich aber je nach Tageszeit und Entfernungszone.
Sie zahlen jeweils für angefangene Tarifimpulse.
Je länger die Taktzyklen oder Tarifimpulse sind, desto mehr müssen Sie
auf die ausgewiesenen Preise aufschlagen, da auch für kurze Telefonate
immer ein ganzer Taktzyklus oder Tarifimpuls anfällt. Je länger das
Telefonat ist, das Sie führen, desto unwichtiger wird die
unterschiedliche Taktung.
Mit der Taktverrechnung und Impulsverrechnung stellen die Netzbetreiber
die relativ hohen Kosten des Verbindungsaufbaus in
Rechnung.Sekundengenaue Verrechnung bietet zwar den Vorteil der
Tariftransparenz für den Kunden, hat aber für den Betreiber den
Nachteil, dass sich sehr kurze Verbindungen wegen der hohen Kosten des
Verbindungsaufbaus nicht rentieren.Taktverrechnung
Sie werden in den Ergebnissen Ihrer Abfrage immer wieder folgende
Symbole sehen: 1/1, 72/72 60/15. Diese Angabe zeigt Ihnen die Taktung,
das Intervall nach dem abgerechnet wird, an.
Die erste Zahl sagt Ihnen, wieviele Sekunden pro Gespräch mindestens
verrechnet werden.
Die zweite Zahl gibt die Dauer der darauf folgenden Taktzyklen in
Sekunden an, auf die jeweils aufgerundet wird
1/1 bedeutet sekundengenaue Abrechnung ab dem Verbindungsaufbau.
Ein Beispiel: 60/15: Für jedes Gespräch werden mindestens 60 Sekunden
verrechnet, die restlichen Sekunden werden auf ein Vielfaches von 15
aufgerundet.
Für ein Gespräch, das 83 Sekunden dauert, werden Ihnen also 90 Sekunden
(60+2*15) in Rechnung gestellt. Also: 60 Sekunden werden Ihnen für den
Aufbau des zustandegekommenen Gesprächs verrechnet. Nach den ersten 60
Sekunden wird im 15-Sekunden-Rhythmus gearbeitet.
Impulsverrechnung
Nach diesem System werden die Verbindungsdauern nicht direkt zur
Berechnung des Entgeltes herangezogen, sondern in sogenannte
"Tarifimpulse" umgerechnet.
Die einzelnen Tarifimpulse kosten für den einzelnen Kunden immer gleich
viel. Die unterschiedliche Tarifeierung entsteht dadurch, dass die
Tarifimpulse je nach Entfernungszone und Zeitfenster unterschiedlich
schnell anfallen.
Die Impulsverrechnung wird beispielsweise von der Telekom Austria AG
angewendet, die z. B. in der Regionalzone in der Geschäftszeit alle 72
Sekunden, oder in der Freizeit alle 160 Sekunden einen Tarifimpuls
verrechnet.
Der erste Tarifimpuls fällt mit dem Melden des gerufenen
Anschlusses
an. Beträgt die Dauer eines Tarifimpulses in einem bestimmten
Zeitfenster 72 Sekunden, so kostet ein Telefonat, das 0 bis 71 Sekunden
dauert, einen Tarifimpuls. Für ein Telefonat, das 72 bis 144 Sekunden
dauert, werden in diesem Fall zwei Tarifimpulse verrechnet.
QUELLE: Telekom-Control
PREISBEISPIEL:
Ein Impuls im Standardtarif der Telekom Austria kostet öS 1, 056 und
den bezahlen Sie auch wenn Sie nur 2 Sekunden telefonieren zur
Geschäftszeit genauso wie in der Freizeit.< Stand 1/01 |
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